3 in 1: Bar – Café – Salon

15.10.2018

Friseurmeisterin vs. Innenarchitekt

Fotos: Jörg Weide

Sie ist Friseurmeisterin und er Innenarchitekt. Mixt man das mit einer kräftigen Prise Kreativität entsteht so etwas wie „SALONFÄHIG frisierBAR“ auf Sylt. Marie Wagner kommt aus Wiesbaden und Holger Wagner ist waschechter Sylter.  Marie hat sich in den Norden, explizit in die Nordseeinsel und natürlich auch in Holger verliebt und er kann von der Insel nicht lassen. Also was liegt da näher, als sich einen gemeinsamen Traum zu erfüllen und sich im hohen Norden selbstständig machen. Mit „SALONFÄHIG frisierBAR“ verbinden die beiden eine feinheimisch hausgemachte Küche mit einem Barbersalon und entspannte Gemütlichkeit mit regelmäßig stattfindenden kulturellen Events. Wer jetzt meint, dass es ja üblich ist, beim Friseur seine Tasse Kaffee an den Friseurtisch zu bekommen hat wohl recht, aber hier ist alles anders. Der Name ist vielmehr Programm. Das Konzept aus Café, Bistro und Salon ist umwerfend und einladend zugleich.
Nur ein paar Stufen ebnen den Weg in den exklusiven „Shop“. Im Eingangsbereich wird‘s dann auch gleich gemütlich mit einer Lounge-Ecke, bequeme Sitzgelegenheiten und dem Blick auf das bunte Treiben auf der Straße. Hier kann man bei charmanter Musik dezent im Hintergrund hervorragend chillen. Dem folgt ein Barbereich – rustikal und zugleich edel in der Ausstattung. Hier kommt nichts von der Stange, ist alles exklusiv an dem Raum angepasst, der Ideenreichtum von Marie und Holger Wagner ist grenzenlos und die designte Einrichtung besteht überwiegend aus recycelten „alten“ Gegenständen des täglichen Lebens. Auch des Berufslebens: So hängen zum Beispiel von der Decke Trockenhauben in Funktion einer Lampe. Die kleine Speisekarte auf dem Klemmbrett hat es in sich. Klein und fein könnte man sagen. Neben ausgesuchten Biersorten sowie edlen Weinen findet man hier auch den prickelnden Champagner. Es gibt aber auch Bio-Snacks, Sandwiches, saisonal wechselnde Kleinigkeiten, die glücklich machen, und verdammt gute Kaffeespezialitäten. Der irische Joghurt reiht sich unter anderem neben Erdbeer-Walnuss-Brot mit Ziegenkäse, Balsamico und Honig auf geröstetem Malzbrot und der Galloway-Currywurst ein. Alles am liebsten regional und Fair Trade, darauf wird von dem Inhaberpaar großen Wert gelegt.
Ein paar Schritte weiter führen dann in den Frisiersalon. Die kleinsten Kunden nehmen auf dem original Westernsattel Platz, Damen genießen die gute Aussicht und Herren auch schon mal das „kühle Helle“ zum Haarschnitt. Auch hier ist wieder alles anders als gewohnt.  Alte Werkbänke sind zu Frisiertischen umfunktioniert und schwere Werkzeugkisten ersetzen die kleinen Plastikschränkchen, in denen alle Frisierutensilien stecken. Wer im „SALONFÄHIG frisierBAR“ einen Termin vereinbaren möchte, muss sich geldulden.  Über mehrere Wochen ist Marie Wagner mit ihrem Team ausgebucht.
Fazit: „SALONFÄHIG frisierBAR“ ist drei in einem. Man kann alles, muss aber nicht. „Besonderen Wert legen wir auf die Bedürfnisse und das Wohlbefinden unserer Gäste“, sind sich Marie und Holger Wagner einig. „ Deshalb arbeiten wir mit ausschließlich nachhaltigen Produkten und sind durchgehend zertifizierter/ausgezeichneter ECO-Salon seit 2014.“

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